Die Dauer und die Qualität der eigenen Lebenslinie mitbestimmen.

Patientenverfügungen

 

Definition

Die PV ist ein Instrument der Selbstbestimmung für medizinische Massnahmen und dient als Kommunikationsmittel zwischen dem Patienten / der Patientin, der/die nicht mehr entscheidungsfähig ist, dem Behandlungsteam (Arzt/Pflege) und den Angehörigen. 

 

Ausgangspunkt

Der medizinische Fortschritt ermöglicht oft, verschiedene Behandlungswege zu beschreiten. Ist ein Mensch nicht mehr entscheidungsfähig, werden die Angehörigen und das Behandlungsteam mit der Frage konfrontiert: Soll der Fokus der medizinischen Behandlung lebensverlängernd oder lindernd sein? Durch das Abfassen einer PV übernimmt der/die Betroffene Verantwortung. Er/sie entlastet damit die Angehörigen in fraglichen Situationen und kann Entscheidungen selbstbestimmt beeinflussen. Es ist möglich, dass mit einer PV die Dauer und die Qualität der Lebenslinie beeinflusst werden. 

 

Gesetzliche Grundlage

Das aktuelle Erwachsenenschutzgesetz regelt in Art. 370-381 den Stellenwert der PV. Ist ein Patient/eine Patientin betreffend medizinischer Massnahmen nicht mehr entscheidungsfähig und liegt eine PV vor, gilt diese an erster Stelle. Liegt keine PV vor, müssen Angehörige wenn immer möglich in den Entscheidungsprozess einbezogen werden.

 

Formalität

Jede urteilsfähige Person kann eine PV erstellen. Es ist zwingend, dass die betroffene Person die PV eigenhändig unterschreibt. Mögliche, vorgedruckte Formulare (siehe unten) zum Ausfüllen können verwendet oder es kann eine PV von Grund auf selbständig abgefasst werden.

Eine Vertretungsperson zu bestimmen ist von grosser Wichtigkeit jedoch nicht zwingend. Sie vertritt den in der PV aufgeführten Willen des/der Betroffenen, sobald dieser/diese nicht mehr entscheidungsfähig ist und gilt als Ansprechperson für das Behandlungsteam.

        

        

Empfohlene Patientenverfügungen  

 

Ø  FMH                     

 

Ø  SRFT